Definition: Datenbanksystem
Unter einem Datenbanksystem stellt man sich ein System vor, das es erlaubt große Datenmengen abzuspeichern, nach beliebigen Kriterien Daten wieder zu finden und Daten zu verändern.

Beispielsweise möchte man, wenn man die Daten über alle Schüler einer Schule abgespeichert hat, die Anfrage stellen können: “Liste alle Schüler auf, die nicht in Augsburg wohnen und 18 Jahre alt sind.”

Datenbanksysteme werden im Folgenden als ein Organisationsmittel betrachtet, das folgende Aufgaben in einer Organisation abdeckt:

  • Die Daten der Organisation sind für alle Benutzer in einer gemeinsamen Datenbasis (der Datenbank) abgespeichert.
  • Viele Benutzer mit unterschiedlichen Anforderungen arbeiten mit diesen Daten. Das Datenbanksystem übernimmt den Zugriff und die Darstellung der gewünschten Daten.
  • Das Datenbanksystem kontrolliert den Zugang zu den Daten, es zeigt Daten nur berechtigten Benutzern.
Konzept eines Datenbanksystems in seinen wesentlichen Grundzügen

Ein Datenbanksystem besteht also aus einer Datenbasis (DB – auch Datenbank) und einem Datenbank-Management-System (DBMS).

Definition: Datenbank
Eine Datenbank ist eine integrierte Ansammlung von Daten, die Benutzern verschiedener Anwendungen als gemeinsame Basis für die Pflege und Gewinnung von Informationen dient.

Die Daten sind so strukturiert, dass jede – auch zunächst noch ungeplante – Anwendung in der benötigten Weise auf die Daten zugreifen kann. Die Abspeicherung der Daten geschieht in der dem jeweiligen Datenbankmodell zugrunde liegenden Struktur. In dem von uns zu behandelndem Datenbankmodell – dem relationalem Datenbankmodell – ist dies eine Tabelle. Dabei entspricht eine Zeile der Tabelle einem Datensatz und eine Spalte der Tabelle einem Datenfeld. Die Datensätze werden von verschiedenen Benutzern nach unterschiedlichen Kriterien sortiert. Infolgedessen spielt die Reihenfolge der Eingabe der Datensätze keine Rolle.

Eine Datenbank bietet die Möglichkeit des gleichzeitigen Zugriffs auf mehrere Dateien bzw. Tabellen (Vielfachzugriff), um Daten aus den unterschiedlichen Dateien (Tabellen) miteinander zu verknüpfen (Flexibilität), und auf diese Weise zusätzliche Informationen aus den bereits bestehenden Dateien (Tabellen) zu gewinnen. Hinzu kommt die Möglichkeit der komfortablen Beantwortung von Anfragen des Benutzers mit Hilfe einer integrierten Abfragesprache.

Der Zugriff auf die Datenbank erfolgt ausschließlich über den “Filter” des Datenbank-Management-Systems (z. B. dBase, Oracle, Paradox, MS-Access, verschiedene noSQL-Systeme). Ein Datenbanksystem ermöglicht dem Benutzer, über ein DBMS

  • die Struktur einer Datenbasis aufzubauen (Datendefinition),
  • Daten zu pflegen: Datensätze eingeben, ändern und löschen (Datenmanipulation),
  • Informationen aus der Datenbasis zu gewinnen (Datenabfrage),
  • Vorkehrungen zur Datensicherheit und zum Datenschutz,
  • Zugangs- und Zugriffsrechte zu verwalten (Datenkontrolle) und
  • Daten zu sichern, zu exportieren und zu importieren (Datenübertragung).